Von gesunden und ungesunden Gewohnheiten

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Im nächsten Video soll es um Digital Detox gehen, vor allem um meine Gewohnheiten im Umgang mit dem Smartphone. Diese Gewohnheiten sind nicht allesamt schlecht: So führe ich damit Buch darüber, was und wie viel ich esse, über mein Gewicht, meinen Sport, meinen Lesestoff. Schon dass ich mir selbst damit Rechenschaft über diese nicht-digitalen Gewohnheiten ablege, motiviert mich, gesund zu essen, regelmäßig zu trainieren, täglich ein paar Seiten zu lesen.

Apps für das Smartphone sind so programmiert, dass sie den Nutzern neue Gewohnheiten antrainieren.
Bloß nichts verpassen: Wie App-Entwickler dafür sorgen, dass du immer wieder auf dein Smartphone siehst

Schlau, schlank und fit dank Smartphone? Ganz so einfach ist das leider nicht. Denn wenn ich mein Smartphone gewähren lasse, dann zeigt sich seine dunkle Seite. Es fordert immer wieder Aufmerksamkeit: Während ich ins Frühstücksbrötchen beiße, meldet sich die Spiegel-App mit der “Lage am Morgen”. Als ich mich für das Fitnesstraining aufwärme, entflammt eine Diskussion in einer meiner WhatsApp-Gruppen. Kaum bin ich in ein kluges Buch versunken, will mir Google Photos zeigen, was ich heute vor vier Jahren erlebt habe…

Klar könnte ich die Benachrichtigungen ignorieren. Aber ich bin gern informiert, bringe mich gern in Diskussionen ein, schwelge auch gern hin und wieder in Erinnerungen. Also werfe ich einen Blick auf die Nachrichten des Tages, statt mein Frühstück mit Genuss zu essen, schreibe kurz meiner WhatsApp-Gruppe, während meine Herzfrequenz auf ‘Ruhepuls’ herunterfährt, sehe mir alte Fotos an, und verliere dabei den Lese-Faden. Ich nutze also das Smartphone, um gute Gewohnheiten zu pflegen, und lasse zu, dass es eben diese Gewohnheiten sabotiert.

Wie Smartphone-Gewohnheiten entstehen

Ob ich bis Januar die perfekte Lösung für dieses Dilemma gefunden haben werde? Immerhin weiß ich schon, warum sich solche eher schädlichen Gewohnheiten so schnell einschleichen: Damit aus Handlungen Gewohnheiten werden, müssen sie dreierlei bieten:

  • Sie müssen einfach sein;
  • Sie müssen eine Belohnung versprechen;
  • Es ist ein Auslösereiz nötig.

Diese Faktoren machen sich praktisch alle erfolgreichen Smartphone-Apps zunutze: Sie sind einfach zu handhaben, sie versprechen eine Belohnung (etwa aktuelle Informationen, sozialen Austausch, ein paar Minuten Unterhaltung…), und als Auslösereize dienen der Benachrichtigungston, das Vibrieren des Smartphones und/oder eine Benachrichtigungs-LED.

Klar, mit eiserner Selbstdisziplin sollte ich meinen Smartphone-Konsum dennoch im Griff behalten können, technisch gesehen. Aber bestimmt gibt’s dafür auch eine App, oder zwei. Oder ein paar andere Tricks. Ich krieg’s raus… Oh, eine WhatsApp-Nachricht. Du entschuldigst mich?

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